80 Prozent aller US-Amerikaner haben Glyphosat im Urin Daniela Gschweng / 19.07.2022 Glyphosat ist möglicherweise krebserregend. Dass so viele das Herbizid im Körper haben, ist beunruhigend, vor allem bei Kindern.

Die Affäre um die Monsanto Papers – ein Weckruf
von Dr. Christfried Preußler, Überlingen Stand 6.7.2022
Im September 2022 wird im Verlag Kamphausen Media das Buch „Die Affäre um die Monsanto Papers“ erscheinen. Es erzählt die Geschichte eines der mutigsten und kenntnisreichsten Wissenschaftler unserer Zeit, des französischen Molekularbiologen Prof. Gilles-Éric Seralini (1). Im Jahr 2015 wurde ihm in Deutschland ein Whistleblower-Preis verliehen (2), er selbst versteht sich jedoch einfach als Wissenschaftler, der seine Arbeit in angemessener Weise verrichtet. Co-Autor ist der Koch Jérôme Douzelet, der Prof. Seralini seit vielen Jahren bei seiner internationalen Arbeit unterstützt.
Das Buch hat viele Ebenen und kann auf ganz unterschiedliche Weise gelesen werden: als autobiographische Schilderung, als historisches Dokument, als Enthüllungsbuch und nicht zuletzt als Motivationsbuch für einen Systemwechsel. Am besten ist es, alle Aspekte beim Lesen in sich zum Klingen kommen zu lassen oder das Buch mehrfach zu lesen ...
Die Entstehung des Buches
Anlass des Buches ist eine der wichtigsten wissenschaftlichen Studien unserer Zeit und die internationalen Reaktionen darauf.
Prof. Seralini ist ein international renommierter Wissenschaftler. Er gehört zur höchsten Kategorie eines Universitätsprofessors in Frankreich und war viele Jahre in staatlichen Gremien tätig. Im Jahr 2012 veröffentlich er mit seinem Team eine Studie, die erstmals die Langzeittoxizität eines Pestizids, des Glyphosat enthaltenden Roundup, in Verbindung mit dem zugehörigen genmodifizierten Organismus (GVO), einem Mais, untersucht (3). Roundup ist ein Breitbandherbizid von Monsanto, das 2018 von der Bayer AG übernommen wurde.
Die Studie ist eine der bedeutendsten wissenschaftlichen Arbeiten unserer Zeit und wird in einem der weltweit führenden wissenschaftlichen Journale dieses Forschungsbereiches publiziert. Die Bilder von an großen Tumoren erkrankten Ratten gehen um die Welt. Seine Erwartung nach über sieben Jahren mühsamer Arbeit: „Völlig erschöpft meinte ich nun, ich stehe am Ende einer Phase, die logischerweise zu Verboten von GVO und auf Glyphosat basierenden Pestiziden führen würde, sodass ich mit dem Ganzen abschließen könnte. ... (ich) rechnete ... mit der Anerkennung der Wissenschaftsgemeinde für die längste und detaillierteste Analyse, die jemals mit Labortieren gemacht worden war, um die Auswirkungen des wichtigsten Pestizids der Welt in sehr niedriger Dosis und die des eigens zu dessen Aufnahme geschaffenen GVO zu untersuchen.“ (4) Doch statt dessen bricht ein internationaler Protest über ihn herein, er versteht die Welt nicht mehr: „Ich glaubte, aus einem Sturm von Arbeit herauszukommen, landete aber in einem Tornado von Gehässigkeit mir gegenüber, der durch eine unablässige Wiederholung der immer selben Litaneien und haarsträubenden Argumente in aller Welt verbreitet wurde.“ Die „Affäre Seralini“ war da, wie aus dem Hut gezaubert. Das Ganze gipfelt in einem erzwungenen Rückzug der sorgfältig durch ein Peer Review-Verfahren begutachteten Studie, obwohl es keinerlei objektive Gründe gab, die diese Maßnahme gerechtfertigt hätten. Ein Jahr später, gegen heftige Widerstände, wird sie erneut in einem anderen Journal publiziert (5). Dies ist ein einzigartiger Vorgang in der Geschichte der Wissenschaft.
Jahre später verklagen krebskranke Patienten in den USA den Konzern Monsanto auf Schadensersatz und bekommen recht. Im Rahmen des Gerichtsverfahrens kommt es zu einer erzwungenen Offenlegung von etwa 2,5 Millionen Dokumentenseiten von Monsanto im Kontext Roundup, die seit den 1970er Jahren erstellt wurden. Die „Monsanto Papers“ sind geboren. In ihnen wird Prof. Seralini 56 000 mal erwähnt. Sie ermöglichen die Rekonstruktion der skandalösen

Geschehnisse im Hintergrund und geben Prof. Seralini die Möglichkeit, die ungeheuerlichen Vorgänge und die „todbringende Strategie“ der Firma zu verstehen.
Es ist den Autoren ein besonderes Anliegen, ihr Buch in deutscher Sprache verfügbar zu machen. Im Land des Bayer-Konzerns Bewusstsein für diese Zusammenhänge zu schaffen, kann die Dinge verändern, so die Hoffnung von Prof. Seralini (6). Das Buch weist hin auf die Verstrickung von IG Farben und Bayer mit Monsanto, die unterschwellig bis in die Zeit des 2. Weltkrieges zurückreicht, und damit auch auf eine besondere Verantwortung Deutschlands für diese globale Thematik. Nicht zuletzt war die 1954 von Monsanto und Bayer gegründete Firma Mobay ein wesentlicher Lieferant des berüchtigten Kampfmittels Agent Orange, das im Vietnamkrieg eingesetzt wurde.
Bedeutungsebenen des Buches Autobiographie
Das Buch ist die authentische autobiographische Schilderung eines aufrechten Wissenschaftlers, der seinen naiven Glauben an das Gute immer mehr aufgeben muss bis zur vollen Erkenntnis eines internationalen mafiösen Systems und der unbeirrt weitermacht, obwohl ihn ein Mordanschlag auf die Intensivstation bringt.
Historisches Dokument
Das Buch ist ein historisches Dokument. Es beschreibt einen unfassbaren Skandal als Wirkung von Machtstrukturen, die an den größten Tragödien des letzten Jahrhunderts beteiligt waren und ungebremst weiter aktiv sind. Es ist eine Zustandsbeschreibung des globalen Systems der industrialisierten Landwirtschaft und eine erschütternde Zusammenstellung von Aspekten, weshalb die gängige Praxis der Zulassung und Vermarktung von Pestiziden ein Desaster ist.
Wissenschaftskrimi und Enthüllungsbuch
Das Buch ist ein Wissenschaftskrimi und würde sich als Vorlage für einen Thriller eignen. Anstelle von Idealen, die für Gesellschaft und Wissenschaft selbstverständlich sein sollten, hat sich eine „Wissenschaft der Korrupten, die weltweit für Krankheit und Tod verantwortlich ist“, herausgebildet. An der persönlichen Erfahrung von Prof. Seralini zeigt sich, wie der „Wissenschaftsapparat“ heute läuft und welche systemimmanenten Mängel er hat, so dass sich Karriere und Integrität nur schwer vereinbaren lassen.
Es werden die Methoden enthüllt, wie globale Netzwerke alle beteiligten Kreise infiltrieren und manipulieren, um ihre Geschäftsinteressen durchzusetzen. Es entsteht das Bild einer globalen Maschinerie, die über tausend Wege und Mechanismen arbeitet – mit der Folge der Korrumpierung des sozialen Gefüges und der Zerstörung der Biosphäre. Das Buch zeigt die perfiden Tricks, mit Hilfe derer ein Konglomerat aus Industrie, Wissenschaft, Zulassungsbehörden, Politik und Medien es seit Jahrzehnten fertigbringt, todbringende Produkte auf den Markt zu bringen und als Segen für die Menschheit zu verkaufen.
Zukunftsgerichtetes Motivationsbuch
Das Buch ist Weckruf und Motivationsbuch dafür, das Gemeinwohl in den Mittelpunkt zu stellen und gemeinschaftlich neue Strukturen zu schaffen, die die strukturellen Mängel und Manipulationsmöglichkeiten des jetzigen Systems vermeiden und wieder gesunde Lebensräume für den Menschen und seine Mitgeschöpfe ermöglichen. Es stellt an uns die Frage: Wie wollen wir als Menschheit in Zukunft leben, forschen, wirtschaften? Was soll in Zukunft die dominante

Leitinformation sein? Darf weiterhin der Schwanz mit dem Hund wedeln und alles von Macht, Gier und „shareholder value“ bestimmt sein? Oder wollen wir ein System schaffen, in dem Gemeinwohlinteressen über Gewinnerwartungen stehen und alle Geschäftstätigkeiten dem Schutz des Lebens und der Würde des Menschen verpflichtet sind?
Hierzu gehören die Etablierung einer Wissenschaft, die der Wahrheit und nicht dem Kommerz verpflichtet ist, und eine grundlegende Neukonfiguration der Zulassungssysteme.
Zentrale Themen
Die Instrumentalisierung der Wissenschaft
Das Buch legt offen, wie sich eine große Anzahl von Wissenschaftlern aus verschiedenen Ländern für Lobbyinteressen kaufen lässt. Grundlegendste Prinzipien wissenschaftlichen Arbeitens werden außer Acht gelassen. Zu diesen gehört es, bei Publikationen Interessenkonflikte offenzulegen. Es wird Druck auf die Redaktionen wissenschaftlicher Zeitschriften ausgeübt, Arbeiten von Prof. Seralini nicht mehr zu veröffentlichen. Dies geht so weit, dass verantwortliche Redakteure ausgetauscht werden. Es werden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die bahnbrechende Studie von 2012 aus der wissenschaftlichen Welt zu entfernen und ihre Erkenntnisse aus regulatorischen Prozessen herauszuhalten. Statt sich mit den dringlichen Sachfragen auseinanderzusetzen, die die Gesundheit jedes Menschen betreffen, versucht man, Daten und Erkenntnisse auszulöschen. Dies zeigt untragbare Zustände innerhalb eines wesentlichen Teils der Weltwissenschaft und der für unsere Sicherheit zuständigen Behörden!
Die Mängel der Zulassung von Pestiziden am Beispiel von Roundup und Glyphosat
Das Buch zeigt auf, weshalb die Zulassung von Pestiziden irrational ist. Es wird nicht die Toxizität des Produktes geprüft, wie es auf den Markt kommt, sondern ein vom Hersteller selbst deklarierter Wirkstoff. Er selbst hat es in der Hand, alle anderen Inhaltsstoffe als harmlose, „inerte“ Begleitstoffe einzustufen, deren Identität dadurch automatisch als vertraulich, also als Firmengeheimnis gilt. Dies wird von den Zulassungsbehörden ungeprüft so übernommen. Im Zusammenhang mit Roundup hat die Forschungsarbeit von Prof. Seralini jedoch ans Licht gebracht, dass diese sog. Hilfsstoffe z.T. 1000fach toxischer sind als der deklarierte Wirkstoff Glyphosat. Sein Team hat 13 Jahre benötigt, um die Art der Toxine zu entschlüsseln. Sie basieren im Wesentlichen auf Produkten der Erdölindustrie, deren Kapazitäten nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zum Aufbau der industrialisierten Landwirtschaft verwendet wurden.
An sich hat eine unrichtige Deklaration bei der Zulassung ein Verbot des Produkts zur Folge und da dies, nach Aussage der Autoren, beim größten Teil der Pestiziddeklarationen der Fall ist, „folgt daraus, dass der gesamten Agrochemie nunmehr jegliche verlässliche rechtliche Grundlage fehlt.“
Die Erkenntnis der vertuschten Bedeutung der Begleitstoffe in Pestiziden hat weitreichende Folgen. Denn wenn einzelne Wirkstoffe wie Glyphosat verboten werden, die viel toxischeren Begleitstoffe jedoch gar nicht im Blickfeld sind, haben diese Verbote letztendlich nur einen geringen positiven Effekt. Insofern ist die weltweite Fokussierung von pestizidkritischen Kreisen auf Glyphosat (und andere deklarierte Wirkstoffe) massiv in Frage zu stellen. Man könnte sagen, dass die ganze Pestiziddebatte einen riesigen blinden Fleck hat, der durch die Arbeit von Prof. Seralini erhellt wurde, was aber noch nicht in der Öffentlichkeit angekommen ist, nicht einmal bei vielen Pestizidkritikern.
Das Buch zeigt auf, was dabei herauskommt, wenn die entscheidenden Zulassungsstudien von den Firmen selbst und nicht von unabhängigen Wissenschaftlern durchgeführt werden. Das führt dazu, dass bereits das Studiendesign mangelhaft ist, weil z.B. nur isolierte Inhaltsstoffe und nicht das marktgängige Produkt untersucht wird, die Studiendauer zu kurz ist oder die falschen Parameter untersucht werden. Dies mit der Zielsetzung, dass die Studien keine für die Firma negativen Ergebnisse erbringen. Eine transparente Forschung würde auch verhindern, dass Studien, die für Firmen unvorteilhafte Ergebnisse liefern, unter Verschluss gehalten werden.

Die Instrumentalisierung der Medienlandschaft für Propagandakriege
Das Buch zeigt detailliert auf, wie Kommunikationsagenturen beauftragt werden, die öffentliche Meinung zu manipulieren. Mit Hilfe der Aussagen bezahlter Wissenschaftler verbreiten „Trolle“ Desinformation in den verschiedensten Kanälen. Auch Wikipedia wirkt dabei mit: es „... modeln Blogger mit Pseudonym ... mein Wikipedia-Profil ganz nach Belieben um.“ Es funktioniert alles wie eine weltweit bestens abgestimmte Maschinerie: „Ob ich nun nach Australien oder Japan oder Indien, auf die Philippinen oder Kanada reise, immer eilen mir vehemente0 Presseartikel und Kampagnen voraus, die meine Arbeit oder meine Person verunglimpfen.“ Es wird eine von Monsanto selbst aufgebaute „Wissenschaftsgemeinde“ zitiert, der zufolge die Studie als „einhellig abgelehnt“ gilt. Wissenschaft wird durch „Storytelling“ ersetzt, man könnte auch sagen durch das Erzählen von Märchen.
Ein besonders eklatantes Beispiel ist eine konzertierte internationale Aktion zur Manipulation der öffentlichen Meinung in Kalifornien im Jahr 2012. Es wurde über die Kennzeichnungspflicht von GVO abgestimmt, wobei die Seralini-Studie eine große Rolle spielte. Sie musste mit allen Mitteln diskreditiert werden, wobei auch französische Einrichtungen mithalfen. Andernfalls hätte die Annahme einer Kennzeichnungspflicht in den gesamten USA und dann auch weltweit Schule gemacht und die Welt der GVO sähe heute vielleicht anders aus. Aufgrund dieser Eingriffe wurde sie knapp mit 53% abgelehnt.
Der Propagandakrieg zielt auch auf die Einstufung von Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ durch die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) im Jahr 2015. Allein in jenem Jahr stellte Monsanto 17 Millionen Dollar bereit, um diese Organisation zu diskreditieren.
Das Buch nennt die an den jahrzehntelangen Aktionen beteiligten Institutionen und Personen beim Namen, z.B. das Propagandainstrument AgBioChatter, ein Netzwerk, zu dem 25 Wissenschaftler aus 14 Ländern gehören. Es wurde eigens dafür geschaffen, um die Arbeit von Prof. Seralini zu verunglimpfen.
Das erschütternde Wesen multinationaler Konzerne am Beispiel Bayer-Monsanto
Es schält sich die Bösartigkeit globaler Konzerne heraus, die in einem Gerichtsverfahren gegen Monsanto sehr deutlich charakterisiert wird: „Die Richter konstatieren ein hartnäckiges Leugnen offenkundiger Tatsachen und die Weigerung des Konzerns, die eigenen Fehler einzugestehen, wie auch die fehlende Bereitschaft, mit den Opfern zu verhandeln ...“. Dem Erreichen der Geschäftsziele wird alles geopfert: Selbstkritik, Lernfähigkeit, Menschlichkeit. Der Schutz der Marke geht vor dem Schutz der Gesundheit. Die Gewissenlosigkeit der Beteiligten, allen voran der Wissenschaftler, erschüttert zutiefst. In den Monsanto Papers zeigt sich, dass die Gefahren für Leib und Leben von Menschen völlig ignoriert werden. Stattdessen wird um die besten Möglichkeiten gerungen, wie man die zutage getretenen Gefahren weg argumentieren und vertuschen kann. Die Autoren schreiben: „Monsanto wusste über seine Verbrechen genau Bescheid, und das ist unsere empörendste Entdeckung“. Das heißt, sie sind tatsächlich dazu bereit, wissentlich zu schaden. Es drängt sich die Schlussfolgerung auf: Produkte von Monsanto führen zu Krebs, doch der Konzern selbst ist wie ein monströses Krebsgeschwür.
Die Autoren ziehen angesichts der bis heute nicht erfolgten Konsequenzen aus diesem Skandal die traurige Bilanz: man macht mit der „perfiden Korruptionsstrategie weiter, als ob die Monsanto Papers nie existiert hätten“. Sie sprechen von einer „technologisch-wissenschaftlichen Diktatur“ und prognostizieren: „Wenn keine angemessenen Maßnahmen getroffen werden, um die notwendigen Veränderungen herbeizuführen, und wenn die Gesellschaft ihre gemeinsame Zukunft nicht mehr selbst in die Hand nehmen kann, wird die Menschheit unter großem Leid verschwinden, und mit ihr ein großer Teil des Ökosystems.“ Sie geben sich jedoch kämpferisch: „Wir werden uns weiterhin dafür engagieren, dass es nicht dazu kommen wird.“ Wir sollten uns an ihre Seite stellen!

Resümee
Die Globalisierung nicht nur der Landwirtschaft ist gescheitert. Sie wird getrieben von Gier, Verantwortungslosigkeit und destruktiver Monopolisierung. Das Ergebnis ist eine globale Katastrophe: die Verbreitung toxischer Substanzen in allen Ökosystemen, ein dramatischer Rückgang der Biodiversität, vergiftete Nahrungsmittel weltweit, immense gesundheitliche Schäden, Verlust der Saatgutsouveränität und eine Zerstörung gewachsener sozialer Strukturen auf allen Kontinenten. Wie sollen ausgerechnet die Kreise, die uns in dieses globale Desaster hineingeführt haben, willens und in der Lage sein, uns mit ihrem Planspiel „The Great Reset“ wieder hinauszuführen?
Die Konsequenz kann nur heißen: heraus aus der industrialisierten Landwirtschaft, heraus aus globalisierten Strukturen! Es gibt weltweit gültige sinnvolle Lösungsprinzipien für alle Bereiche der Daseinsvorsorge und des gesellschaftlichen Lebens, die Umsetzung wird jedoch dezentral und regional sein müssen!
Anmerkungen und Quellen
(1) Seralini, Gilles-Éric, Douzelet, Jérôme: Die Affäre um die Monsanto Papers – Wie ein Weltkonzern unsere Gesundheit gefährdet und die Freiheit der Wissenschaft bedroht. Kamphausen Media 2022.
(2) Verliehen am 16. Oktober 2015 durch die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) und die deutsche Sektion der internationalen Juristenorganisation IALANA.
(3) Seralini, GE et al: (Retracted) Long term toxicity of a Roundup herbicide and a Roundup- tolerant genetically modified maize. Food and Chemical Toxicology, 50, 11 (2012), 4221-4231.
(4) Alle Angaben in kursiv sind Originalzitate aus dem Buch.
(5) Seralini et al.: Republished study: Long-term toxicity of a Roundup herbicide and a Roundup-
tolerant genetically modified maize. Environmental Sciences Europe, 2014, 26:14. (6) Persönliche Kommunikation.
Gilles-Éric Seralini, Jérôme Douzelet: Die Affäre um die Monsanto Papers – Wie ein Weltkonzern unsere Gesundheit gefährdet und die Freiheit der Wissenschaft bedroht.
160 Seiten, 18,00 €, Kamphausen Media. Erscheinungstermin September 2022.

US-Gericht: US-Behörde machte Fehler bei Glyphosat-Bewertung

Glyphosat-Rechtsstreit Bayer scheitert am Supreme Court Stand: 21.06.2022 16:42 Uhr

 

Glyphosat-KlagenUS-Regierung stellt sich gegen Bayer

Stand: 11.05.2022 08:32 Uhr


https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/bayer-monsanto-glyphosat-us-regierung-101.html

 

https://www.gottfried-gloeckner.com

Giftiger als Glyphosat, nicht deklariert, frei erhältlich

 

Tobias Tscherrig / 15.03.2021 

Wissenschaftler finden nicht deklarierte toxische Verbindungen in Pestiziden. Die EU- Zulassungsbehörde habe versagt.

Knapp 120 Abgeordnete des Europäischen Parlaments werfen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit «Versagen» vor. Wissenschaftler hatten zahlreiche nicht deklarierte Giftstoffe in zugelassenen Pestiziden gefunden.  © pixabay

https://www.infosperber.ch/politik/europa/giftiger-als-glyphosat-nicht-deklariert-frei-erhaeltlich/

Buchpräsentation

https://www.gottfried-gloeckner.com

Die intensive Beschäftigung mit dem Thema Gentechnik im Pflanzenbau brachte merkwürdige Auswüchse dieser Technologie zum Vorschein. Es geht um weltweiten Handel mit Agrargütern, um Versuchszeiträume im Freiland, Genehmigungsverfahren durch das Robert-Koch-Institut (RKI) mit unglaublichen Abläufen, um politische Entscheidungen und deren Auswüchse, ebenso um sogenannte wissenschaftliche Studien, die jeder Beschreibung spotten, bis hin zu Wissenschaftlern, die sich heute für den massiven öffentlichen Widerstand bedanken und aus diesem Forschungsbereich aussteigen. Dies jedoch verbunden mit dem Hinweis, was jetzt mit CRISPR-Cas versucht werde, sei noch schlimmer! Es geht um die Verurteilung und Denunziationen von Menschen, die sich mit ihren Bedenken öffentlich zu Wort melden. Wie man versuchte, mich mithilfe der Staatsorgane aus dem Verkehr zu ziehen – Inhaftierung und Enteignung waren die Folge. Die Erfolge meines Widerstands wiegen jedoch weitaus mehr: Eine Volksabstimmung im November 2005 „Gentechnikfreie Schweiz“, die bis heute Bestand hat; Kennzeichnung „ohne Gentechnik“ 2006; ein Anbau- und Vertriebsverbot für Bt-Mais „Mon 810“ von Monsanto 2009; kein Freihandelsabkommen zwischen der Ukraine und Europa; Russland verbannt glyphosatbasierte, gentechnisch veränderte Soja „Roundup Ready“ von Monsanto und stellt Handel und Vertrieb von gentechnisch verändertem Saatgut und Futtermitteln unter Strafe; 2014 werden von Peking Schiffsladungen mit gentechnisch verändertem Mais in die USA zurückgeschickt (Schadensersatzklagen zwischen dem Handelshaus Cargill und Syngenta); die Veröffentlichung meiner wissenschaftlichen Arbeit zur Todesursache meiner Milchkühe in der EU-Kommission im Januar 2016 bringt die Lobbyisten der Industrie gänzlich zum Schweigen. Nun war es an der Zeit, meine Schlussfolgerungen in diesem Buch zu veröffentlichen, welches demnächst in Chinesisch, Russisch und Englisch erscheint.

Veranstaltung Lichtenfels

23.12.2018

„Wichtig wird eine regionale Landwirtschaft sein“

 

 

Es ist schon sehr verwunderlich, wie hier mit Wortspielerei versucht wird eine Technologie schmackhaft zu machen, die längst gescheitert ist!

Ohne auch nur einen einzigen Grund zu nennen, warum die Gentechnik gescheitert ist, galoppiert Prof. Gruissem (Syngenta, Monsanto, heute ETH Zürich) zuständig für
-Freisetzungsversuche- weiter von der Gentechnik über Cisgenese hin zu Crispr Cas9.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Gruissem

In seinem Forscherdrang und anderen Zwängen, merkt er dabei gar nicht, dass er ein totes Pferd reitet.
Wenn man sich bewusst ist, wie gentechnisch verändertes RoundupReady Soja eine Zulassung bekam, wird der ganze Wahnsinn transparent.

Für gentechnisch veränderte Pflanzen ist umgehend ein Anbau- und Vertriebsverbot auszusprechen, da selbige in den Antrags- und Zulassungsverfahren niemals dem Stand der aktuellen wissenschaftlichen Forschung entsprachen.

Alle Zulassungsverfahren beruhen auf der:
substanziellen Äquivalenz - gleichwertig zu konventionellen Pflanzen

Die Zulassungen sind aufzuheben bzw. ruhend zu stellen, bis die notwendigen Nachweise zur Gleichwertigkeit erbracht sind.

Beispiel 1 - RoundupReady (RR) Soja

1. Das künstlich eingebaute Gen, ein Eiweiß, wurde nicht in der Pflanze selbst untersucht. Monsanto hat dieses Eiweiß von einem Bakterium im Labor nachbauen lassen. Aus wissenschaftlicher Sicht muss die Pflanze selbst überprüft werden, denn das Protein in der Sojapflanze und das im Bakterium sind nicht zwangsweise identisch. Gesundheitsgefahren sind damit nicht auszuschließen.
2. Von den 455 Aminosäuren aus denen das Eiweiß besteht wurden lediglich die ersten 15 untersucht. Der japanische Wissenschaftler Prof. Masaharu Kawata sagt dazu: „Monsanto wollte wahrscheinlich mögliche Veränderungen und damit mögliche Gefahren verstecken.“
3. Soja muss getoastet bzw. dampferhitzt oder gekocht werden, um es für den menschlichen und tierischen Organismus verfügbar zu machen. Auch aus Monsantos Zulassungsunterlagen geht hervor, dass Gensoja gekocht wurde. Lediglich, gekochtes, Soja ist genießbar, misslingt dieser Kochtest, drohen Gesundheitsschäden. Monsanto hat nun folgenden Standardtest durchgeführt, der auch in den Ölmühlen als Standardverfahren praktiziert wird. Einmal 10 Minuten kochen bei 108° C-dabei müssten die gesundheitsgefährdenden Eiweiße zerstört sein-waren sie jedoch nicht. Sie haben den Test wiederholt 10 Minuten bei 108°C kochen, dass Eiweiß war immer noch nicht zerstört. Im Anschluss daran, haben sie dies Gensoja nochmal, diesmal 25 Minuten lang bei 220°C gekocht, dies belegen die Unterlagen. Erst damit war die Denaturierung erreicht, sprich, dass Soja ausreichend verwertbar. Keine Ölmühle der Welt toastet Soja bei 220°C und das eine halbe Stunde lang!
4. Prof. Kawata:“Gensoja hätte nicht zugelassen werden dürfen, denn wahrscheinlich hat die gentechnische Veränderung das Eiweiß stabiler gemacht, es wird einfach nicht zerstört. Dass Monsanto den Schluss zieht:

„Gensoja sei sicher, ist falsch, wahrscheinlich sogar kriminell.“

5. 1995 wurde mit der Einfuhr von RR Soja der Grenzwert für darin enthaltenes Glyphosat von 0,1 mg/kg auf 20 mg/kg angehoben.
6. Dies entspricht einer ungeprüften 200-fachen Erhöhung der Grenzwerte = 20.000 %!
7. Nachdem Glyphosat im Körper nachgewiesen wurde, hat die Europäische Behörde für Lebensmittel Sicherheit (EFSA) am 12.11.2015 ungeprüft, den Grenzwert für Glyphosat auf 0,5 mg/kg Körpergewicht festgelegt.
8. Roundup wirkt jedoch ab 0,1 ppb ~ 0,0001 mg/kg zellaktiv!
9. Das heute RR Soja mit Werten > 30 mg/kg importiert wird wirkt wie eine Farce.

Beispiel 2 - Bt Mais

1. Milchkühe sterben nach der Verfütterung von Bt176 Mais (Syngenta). In einem Fütterungsversuch der Universität North Carolina (USA) werden 2 Gruppen mit jeweils 4 Kühen mit 43 kg Grünmais gefüttert. Eine Gruppe bekommt konventionellen Mais die Andere gentechnisch veränderten Bt Mais. In der ersten Woche verendet eine Kuh in der Bt Maisgruppe, nach 2 Wochen wird der Versuch beendet.
2. Dieser Versuch wurde von Syngenta als „Confidential Buiseness Information“ deklariert und wurde im Genehmigungsverfahren nicht vorgelegt. Selbst auf meine schriftliche Nachfrage beim Robert Koch Institut im August 2002 wird mir schriftlich mitgeteilt: „Es liegen uns keine Untersuchungen zu Grünmaisfütterungsversuchen mit Bt176 vor.“ Die Durchschrift dieser Antwort wurde Syngenta ebenfalls von der Behörde zugestellt.
3. Nach der Verfütterung von Bt176 Mais, von 1997-2002, ist meine gesamte Herdbuchherde verendet. Die Fruchtbarkeit der Milchkühe wurde schlechter, die Tiere bekamen struppiges Haarkleid, Verfärbungen der Flotzmäuler, Blut in der Milch, die Tiere erkrankten an Leber und Nieren, es kam zu Todesfällen.
Am 25.01.2016 wurde die wissenschaftliche Publikation dazu in Brüssel veröffentlicht:

http://scholarly-journals.com/sjas/archive/2016/January/toc.htm

4. In einem 25- monatigen Fütterungsversuch der TU München, mit einem Bt Mais 

(Mon 810) müssen, trotz Manipulationen in der Futterration, 50 % der Milchkühe durch Jungkühe ersetzt werden, es kam zu massiven Fruchtbarkeitsstörungen u.ä.!?

Trotzdem kommen die Professoren am 23.03.2009 zu dem Ergebnis:
– Mon 810 ist sicher, es gibt keine Unterschiede zu konventionellem Mais –
Es folgte ein Anbau- und Vertriebsverbot von Mon 810 am 14.04.2009 durch die damalige BMELF Ministerin Ilse Aigner
Heute verabschieden sich diese Professoren und bedanken sich für den nachhaltigen, öffentlichen Widerstand!

 


5. Am 23.11.2018 wird eine Studie von Angelika Hilbek u.A. unter dem Titel veröffentlicht:

„Auswirkungen von Antibiotika auf Cry-Toxine, die in zwei verschiedenen genetisch modifizierten Bt-Maissorten in zwei Lepidopteran-Pflanzenfressern, Ostrinia nubilalis und Spodoptera littoralis, produziert werden“, veröffentlicht

Die insektiziden Kristallproteine aus Bacillus thuringiensis (Bt) sind weit verbreitete Biopestizide, die sowohl als Bt-Sporenkristallzubereitungen in versprühbaren Formulierungen als auch als aktivierte Toxine in gentechnisch veränderten (GM) Pflanzen verwendet werden. Es wurden Modelle für ihre Handlungsweisen vorgeschlagen, viele Fragen sind jedoch noch nicht gelöst. Dazu gehört die Rolle der Darmbakterien beim Tod von Zielinsekten: In früheren Studien wurde gezeigt, dass Antibiotika die Toxizität von Bt-Sprays abschwächen. Wir untersuchten, ob Antibiotika die Wirkung von durch GV-Pflanzen produzierten Bt-Toxinen in Larven zweier Lepidoptera-Arten, des europäischen Maiszünslers Ostrinia nubilalis und des Baumwollwurms Spodoptera littoralis, beeinflussen. Die Larven wurden mit künstlicher Nahrung mit oder ohne Antibiotika aufgezogen und danach mit zwei Sorten Bt-GV-Mais gefüttert, im Vergleich zu herkömmlichen Nicht-Bt-Maisblättern, die mit Antibiotika-Lösung und / oder einer Bt-Formulierung besprüht wurden. Antibiotika reduzierten oder verzögerten die Toxizität von Cry-Toxinen signifikant, allerdings in einem geringeren Ausmaß als zuvor für Bt-Sprays angegeben. Dies stützt die Hypothese, dass Cry-Toxine in Abwesenheit von Bt-Bakterien und Sporen sowie von Darm-Darmbakterien selbst Mortalität induzieren. Larven, die nicht mit Antibiotika behandelt wurden, starben jedoch schneller und mit einer höheren Rate, die durch die Sortenempfindlichkeit und die Artenempfindlichkeit zusätzlich beeinträchtigt wurde. Diese Befunde stützen eine Hypothese, dass eine Toxikämie allein eine signifikante Mortalität verursachen kann. In Abwesenheit von Antibiotika verstärken die Darmbakterien jedoch wahrscheinlich die Cry-Toxin-Wirkung, indem sie zusätzlich bakterielle Septikämie verursachen. Dies hat wichtige Implikationen in Feldsituationen, in denen antibiotische Substanzen vorhanden sind, z. B. aus Dung von Tieren aus herkömmlichen Produktionssystemen, und für ökotoxikologische Testverfahren für Bt-Toxine und Nicht-Zielorganismen, die häufig künstliche, mit hohen Antibiotikakonzentrationen angereicherte Diäten verwenden.

https://www.mdpi.com/2072-6651/10/12/489?fbclid=IwAR1wzvRL-AjdeQ_AhL--aDjeK4F5HGnv0ATN5QAyjk7qcqmGTwzlfm5471I

 

Beispiel 3 - Glyphosat basierte Herbizide

Glyphosat, alleine angewendet, hat keine herbizide Wirkung,
wie die Studie von Prof. Seralini vom Januar 2018 belegt.


www.sciencedirect.com/science/article/pii/S221475001730149X#sec0050

C = Kontrolle

G = Glyphosat alleine

R = Roundup - fertige Produkt inclusive Formulierungshilfstoffe

F = Formulierungshilfstoffe (FHS) alleine

F = Werden im Genehmigungsverfahren nicht geprüft, da selbige als geheime Rezeptur der Unternehmen gelten!
Die Wirkung entfaltet sich jedoch aus den ungeprüften Formulierungshilfstoffen (FHS), Adjuvanzien.

Diese bestehen nach Prof. Seralini für jedes Pflanzenschutzmittel aus einer eigenen Mischung, von nachfolgend aufgeführten Schwermetallen.

 

Wer, wie Prof. Gruissem, von einer regionalen Gentechnik spricht, welche sinnlos und unmöglich umzusetzen ist, predigt Wasser und trinkt selbst Wein.

https://www.tagesanzeiger.ch/wissen/natur/gentech-ohne-freisetzungsversuche/story/27628843

Ist er doch bestrebt aus seinem Garten ökologisch angebaute Produkte zu genießen und sich und seine Familie damit zu ernähren.
Wer kriminelle Machenschaften toleriert bzw. unterstützt, ist genauso kriminell wie die Kriminellen selbst.

https://www.worldcat.org/title/mahlzeit-2-krieg-ums-essen/oclc/314418015


Regionale landwirtschaftliche Produktion ist erstrebenswert, muss gefördert werden und ist unabdingbar für unsere nachfolgenden Generationen.


Ihr
Gottfried Glöckner
http://gut-gemacht.123webseite.de
www.gottfried-gloeckner.com

Die Wahrheit über Bt Toxin in GVP

Krankheitsverlauf in der Herde nach Bt Mais Verfütterung

Studie Glöckner & Séralini SJAS 2016

http://www.scholarly-journals.com/sjas/archive/2016/January/toc.htm


Anhörung EU Kommission

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Scholarly Journal of Agricultural Science, January 2016

19. Sep, 2016

Prof. Seralini Whistleplower

http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/whistleblower-seralini-gewinnt-rechtsstreit.html

14. Sep, 2016

Ein Bauer packt aus

www.youtube.com/watch?v=ehJe-4hjR2c&feature=youtu.be

23. Jun, 2016

Interview

https://www.youtube.com/watch?v=BtOopsBXr-Q

25. Jan, 2016

Scholarly Journal of Agricultural Science

http://scholarly-journals.com/sjas/archive/2016/January/toc.htm

26. Jan, 2016

Syngenta Bt176 GMO maize are toxic to animals

http://www.criigen.org/communique/99/display/The-first-GMO-Bt-crop-to-be-commercialized-was-toxic-to-animals-over-the-long-term

10. Feb, 2016

Arbeitsweise der Gentechnik Industrie

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/f-william-engdahl/deutscher-gvo-landwirt-enthuellt-schockierende-taktiken-ihn-mundtot-zu-machen.html